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| DRAMATISCHES THEATER - FILM+VERS: eine kleine Theater- und Film-Produktionsfirma, gegründet und geführt von dem Regisseur Matthias Merkle und der Dramaturgin Antje Borchardt, seit 2003 beheimatet in Berlin-Neukölln. Seit der Gründung 1998 planen und produzieren wir eigene Projekte, die zum Teil mit öffentlicher Förderung oder privaten Spenden, zum Teil als eigene Investition realisiert werden. In den Jahren 2000-2003 haben wir unsere Theaterprojekte vornehmlich im Rahmen des Programms "Götterleuchten" auf der Berliner Museumsinsel präsentiert: unkonventionelle Bühnen- und Zuschauerräume drinnen und draußen als wesentlicher Aspekt eigenwilliger Dramaturgien, in Räumen, deren Wandel im Rahmen der Masterplan-Umsetzung so erlebbar gemacht werden konnte - Räume, die atmosphärisch und inhaltlich miterzählten. Inszenierungen, die Installationen, Wanderungen, Erzählungen, Collagen waren. Ende 2002 begannen die Vorbereitungen zu unserem ersten Filmprojekt, der Ilias-Verfilmung "Singe den ZORN", die wir im Sommer 2003 in und um Troia (Türkei) gedreht haben, und die im Herbst 2004 veröffentlicht wurde: 96 Minuten Verse in Ruinen. Mit diesem Film haben wir das erste Mal auch internationale Kontakte geknüpft, die Basis für neue Projekte, zunächst geplant in Griechenland und der Türkei, sind. So passt das zusammen: die formalen Grenzen der Medien und Genres sind keine, und die zu erzählende Nachricht ist diese: Der kulturelle Boden Europas, die griechische Mythologie, ist neu zu entdecken - als kluge Konzeption eines Menschen- und Weltbildes, das allen monotheistischen Religionen und schlichten Gut-Böse-Perspektiven Entscheidendes voraus hat: die Einsicht in die Unwahrscheinlichkeit und die Irrationalität dessen, was in uns und um uns geschieht. Und die Überzeugung, dass diese Einsicht nicht entmutigend, sondern im Gegenteil enorm verführerisch und motivierend ist. Freundlicherweise hält die Antike ein unergründlich reiches Fass von Geschichten vorrätig, das nicht dem humanistischen Bildungsbürgertum zur archivierenden Pflege überlassen ist, sondern uns allen gehört. Uns gilt es, Sprache und Literatur in all ihrem Reichtum zu eröffnen, sichtbar und fühlbar zu machen, mit allen Mitteln der Kunst. Geschichten, die größer sind als wir selbst - die wollen wir erleben und erzählen. |
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